Touristiker rechnen mit Rekordwinter

5. Oktober 2003, 16:22
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Das Werben um Gäste aus Osteuropa hat bereits begonnen

Wien - Trotz der anhaltend schlechten Stimmung in wichtigen Herkunftsmärkten der Österreich-Touristen ist die Stimmung in der heimischen Beherbergungsbranche gut. Der Chef der Österreich Werbung (ÖW), Arthur Oberascher, erwartet in der heurigen Wintersaison eine Steigerung der Ankunftszahlen um ein Prozent auf 12,8 Millionen; die Tourismusumsätze sollten sich um 2,5 Prozent auf 8,85 Mrd. Euro erhöhen. Damit würden die Rekordzahlen des vergangenen Winters nochmals übertroffen.

Der positiven Einschätzung der beginnenden Wintersaison lägen Rückmeldungen aus diversen Wintersportregionen zugrunde. Dort habe man bereits jetzt reges Interesse registriert, sagte Oberascher in einer Pressekonferenz am Montag. Mit einer Werbekampagne, für die 13 Mio. Euro vorgesehen sind, soll im In- und Ausland Lust auf Wintersport und Erholung in den Alpen gemacht werden. Besonders intensiv will man sich künftig um Gäste aus Zentral- und Osteuropa bemühen. Oberascher: "Wenn alle in der Tourismusbranche Tätigen zusammenstehen, sollte es möglich sein, die vom Wirtschaftsforschungsinstitut prognostizierten 300.000 zusätzlichen Nächtigungen aus dieser Region zu übertreffen."

Im vergangenen Winter kamen 46,8 Prozent der Österreich-Urlauber aus Deutschland, 22,8 Prozent aus Österreich, neun Prozent aus den Niederlanden und 3,2 Prozent aus Großbritannien. Auf Ungarn, Polen und Tschechien entfielen jeweils 1,1 Prozent der Nächtigungen, auf die GUS-Länder 0,7 Prozent. Ziel sei es, mittel- bis längerfristig den Anteil dieser Länder auf etwa neun Prozent zu heben. Dies setze allerdings voraus, dass vermehrt Ostsprachen erlernt und im Kontakt mit den Gästen auch eingesetzt würden. (stro/DER STANDARD Print-Ausgabe, 30.9.2003)

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