Nicht Fellner zahlte, sondern News-Gruppe

7. Oktober 2003, 14:24
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Rechtsstreit mit Branchenblatt "Der österreichische Journalist"

Der News-Magazinkonzern, sein Noch-Herausgeber Wolfgang Fellner und "Der österreichische Journalist" lieferten Präzisierungen zu einem STANDARD-Bericht vom 18. September 2003. Thema: Der Konzern unterlag dem Branchenblatt vor Gericht, wollte aber das Urteil nicht in seinen Titeln veröffentlichen und zahlte lieber 10.000 Euro.

Entgegen unserem Bericht war das Urteil nicht neben "News", "tv-media" und "Format" auch in "profil" zu veröffentlichen. In den Zitaten von Johann Oberauer, dem Herausgeber und Medieninhaber des "Journalist", wurde Wolfgang Fellner zu sehr mit dem Konzern identifiziert. Damals war Fellner für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Nun weist sein Anwalt darauf hin, dass Fellner persönlich weder über Veröffentlichungen oder Zahlungen verhandelte noch selbst zahlte.

News bestreitet gegenüber dem STANDARD, Oberauer habe vorgeschlagen, dass die 10.000 Euro in eine groß angelegte Leseraktion zugunsten von SOS Kinderdorf und aidskranken Kindern in Südafrika zu investieren.

Oberauers Anwalt erklärte dem STANDARD hingegen am Montag, News hätte 10.000 Euro an Kinderhilfsorganisationen zahlen können, hätte es zu Spenden aufgerufen. Er habe dies dem News-Anwalt gesagt. Der Konzern habe abgelehnt und an Oberauers Anwalt gezahlt, der dann spendete. (red/DER STANDARD; Printausgabe, 30.9.2003)

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    Wolfgang Fellner

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