Reuters und Microsoft verknüpfen Instant-Messaging- Services

6. Oktober 2003, 14:24
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Gemeinsamer Dienst ab dem ersten Quartal 2004

Die britische Nachrichtenagentur Reuters und Microsoft haben einen Deal vereinbart, um ihre Instant-Messaging-Services zu kombinieren. Damit verbindet Microsoft zum ersten Mal sein MSN-Netzwerk, das mehr als 100 Mio. User hat, mit einem anderen Messaging-Netzwerk. Der Deal wird im ersten Quartal 2004 in Kraft treten, wenn Reuters eine neue Version seines Messaging-Systems startet, das es den Usern auch ermöglicht, mit Usern des AOL Instant Messenger und ICQ zu kommunizieren. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) am Montag.

Verhandlungen

Das 2002 gelaunchte Reuters-Messaging basiert auf Microsofts Live Communications Server und hat rund 50.000 aktive User, die meisten aus der Finanzbranche. Reuters hat eigenen Angaben zufolge auch eine Verbindung zwischen seinem Messaging-System und IBMs Lotus Instant Messaging getestet. Außerdem verhandelt Reuters im Moment mit Yahoo um mit dem Yahoo-Messenger-Netzwerk zu kooperieren, so das WSJ unter Berufung auf Unternehmenskreise.

"Das ist Teil unserer Ambitionen, eine weltweite Kommunikations-Infrastruktur für die Finanzbranche zu schaffen", so David Gurle, Vizepräsident vom New Yorker Reuters-Büro. Die zur Verknüpfung der beiden Messaging-Systeme notwendige Technologie stammt von der Instant-Message-Sicherheits und -Datenerfassungs-Firma Imlogic. Über die finanziellen Details des Deals gaben die beiden Unternehmen keine Auskunft, so das WSJ. (pte)

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