Münchner Raum länger besiedelt als gedacht

3. Oktober 2003, 15:11
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Funde in der Innenstadt aus der Zeit um 2000 vor Christus

München - München war bereits rund 2000 vor Christus besiedelt und ist damit weitaus älter als bisher angenommen. Bei Ausgrabungen haben Archäologen eine Kulturschicht aus dieser Zeit entdeckt. Dies seien die bisher ältesten Funde in der Münchner Innenstadt, teilte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege am Montag in der Landeshauptstadt mit.

Sie stammen aus dem späten Neolithikum und der frühen Bronzezeit. Die Archäologen nehmen an, dass die Grabungsstelle an einem vorgeschichtlichen Handelsweg liegt, der durch die Münchner Schotterebene führte. Mit den Funden werde eine Lücke in dem bisher erforschten Wegenetz geschlossen, das der damals aufkommenden Metallwirtschaft diente. Sie beweisen nach Auffassung der Archäologen eindeutig, dass in der heutigen Münchner Altstadt bereits um 2000 vor Christus ein Siedlungswesen bestanden hat.

Bei Grabungsarbeiten für einen Neubau nahe dem Salvatorplatz wurde außerdem eine Schicht aus dem 12. und 13. Jahrhundert entdeckt. Die Funde reichen bis in die Gründungszeit Münchens 1158 zurück. Die Archäologen seien sich nun sicher, dass die erste Siedlung "Munichen" weitaus größer als bisher angenommen war, teilte das Landesamt mit. (APA/dpa)

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