US-Experten erwarten grünes Licht für Fusion AOL-Time Warner

12. Jänner 2000, 12:05

"Keine direkten Konkurrenten"

Washington - Wettbewerbsexperten in den USA gehen davon aus, dass die Fusion zwischen dem Onlinedienst AOL und dem Medienkonzern Time Warner von den US-Behörden im Prinzip grünes Licht erhalten wird. Dass die beiden Konzerne keine direkten Konkurrenten seien, sei ein gutes Zeichen, sagte der Anwalt William Baer, ein ehemaliger Mitarbeiter der US-Handelsaufsichtsbehörde FTC (Federal Trade Commission), am Dienstag (Ortszeit) in Washington.

Aus Sicht des ehemaligen Wettbewerbshüters Robert Litan besteht die einzige rechtliche Schwierigkeit darin, dass Time Warner mit Road Runners einen Online-Anbieter besitzt, der bisher mit AOL konkurrierte. Möglicherweise müsse sich der neue Konzern von diesem Dienst trennen, sagte Litan von der Brookings Institution, einer Denkfabrik in Washington.

Für die Prüfung von Fusionen ist in den USA entweder die FTC oder die Kartellabteilung des Justizministeriums zuständig. Welche der beiden Stellen mit dem Zusammenschluss von AOL und Time Warner befasst wird, hängt davon ab, welche über die größte Expertise im betroffenen Sektor verfügt. (APA)

Share if you care.