Sprachbefehl statt Wähltasten

5. Oktober 2003, 19:49
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Usability-Expertin glaubt an benutzerfreundliche Zukunftshandys

Je multifunktionaler Handys werden, desto schwieriger sind sie zu bedienen. Könnte also der technische Fortschritt, der aus Mobiltelefonen einen Schaltstelle für alle Lebensbereiche macht, die Benutzbarkeit der Geräte minimieren? Verena Seibert-Giller, Geschäftsführerin des Wiener Kompetenzzentrums Cure (Center for Usability Research & Engineering), glaubt, dass es schon eine Herausforderung sein wird, künftige Handys wirklich userfreundlich zu gestalten, "aber es wird sicher nicht das große Problem." Grund: Die Generation der 14-oder 15-Jährigen wachse heute mit Mobiltelefonen auf, die bereits Zusatzfunktionen haben (SMS etc.), und seien bei der Benutzung professionell.

Man dürfe sich das multifunktionale Handy der Zukunft nicht mit traditionellen Benutzeroberflächen wie Tasten vorstellen. Es werde vermehrt Sprach-Interfaces geben, mit deren Hilfe das Mobiltelefon auf Befehle seines Besitzers reagieren könne. Auch die Idee der in Kleidungsstücken oder Accessoires eingebauten Handys findet Seibert-Giller keinesfalls von vornherein benutzerfeindlich: Hier würde man dann eben mit den Fingern klopfen, um einen Aktion zu starten. (pi/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29. 9. 2003)

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