Befreiung der Sahara-Geiseln kostete 20 Millionen Euro

30. September 2003, 10:56
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Mögliche Beteiligung deutscher Ex-Geiseln an Kosten als "symbolisch" zu betrachten

Die Befreiung der Sahara-Geiseln hat den deutschen Bund mindestens 20 Millionen Euro gekostet. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf Zahlen des Auswärtigen Amtes. Darin enthalten seien die zahlreichen Reisen deutscher Politiker ins Krisengebiet, der Einsatz von Bundeskriminalamt, Bundeswehr und Bundesnachrichtendienst, die Arbeit des Berliner Krisenstabs sowie der Rücktransport der Entführten. Allein die Flugkosten belaufen sich laut Bundesregierung auf knapp 420.000 Euro.

"Symbolischer Beitrag"

Angesichts dieses finanziellen Aufwands sei die beabsichtigte Beteiligung der deutschen Ex-Geiseln an den Kosten in erster Linie als "symbolisch" zu betrachten, heißt es im Außenministerium. Von den Urlaubern werde die Bundesregierung unter Verweis auf das Konsulargesetz voraussichtlich einen "vierstelligen Betrag" fordern. Die Sahara-Reisenden könnten dagegen Rechtsmittel einlegen. Insgesamt waren 32 Urlauber in der Sahara als Geiseln genommen worden, darunter 16 aus Deutschland. (APA/dpa/AFP)

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