Weiter Wirbel um Prinz Harrys Urlaub

1. Oktober 2003, 09:53
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Wurde Australien beleidigt? - "Es macht Harry keinen Spaß, wie David Beckham vor den Kameras zu stehen"

Der Wirbel um Prinz Harrys Australien-Urlaub geht weiter. Nachdem Helfer des 19-Jährigen und Sprecher seines Vaters Charles (54) am Samstag mit dem Abbruch des dreimonatigen Aufenthalts gedroht hatten, ruderte am Sonntag alles zurück. Jetzt betonten Charles' Sprecher in London, Harry gefalle es gut. Mehrere Sonntagszeitungen berichteten, Thronfolger Charles habe wohl plötzlich Angst bekommen, dass die angedrohte Abreise die Australier verärgern könnte.

Wie David Beckham ...

Angeblich ist man in London pikiert über die ungeschickte Wortwahl von Harrys Haupt-Aufpasser, Ex-Offizier Mark Dyer. Der hatte in Australien gesagt, Harry sei "am Boden zerstört", weil er immer von einer Horde Reporter verfolgt werde. Harry klage: "Ich kann nicht rausgehen, ich kann nichts machen. Ich könnte auch nach Hause gehen." Dyer hielt der Presse vor: "Es macht ihm keinen Spaß, wie David Beckham vor den Kameras zu stehen." In den australischen und britischen Medien waren daraufhin Stimmen zu hören, der Prinz müsse völlig verweichlicht und verwöhnt sein, wenn er sich von ein paar Reportern die Laune verderben lasse.

Absprache gefährdet

Der Wirbel gefährdet nach Einschätzung der Zeitung "The Guardian" die seit neun Jahren bestehende Absprache zwischen dem Königshaus und der Presse zum Umgang mit Harry und seinem älteren Bruder William (21). Danach verzichten die Medien darauf, Paparazzi-Fotos von den Prinzen zu machen; im Gegenzug arrangiert das Königshaus regelmäßig offizielle Fototermine. Der einzige, der sich in den vergangenen Jahren nicht an diese Regelung gehalten hat, ist Charles' jüngerer Bruder Edward (39). Ausgerechnet ein Kamerateam seiner TV- Produktionsfirma stellte Prinz William während seines Studiums in Schottland nach.

Harry ist seit seiner Ankunft in Australien in der vergangenen Woche sowohl von britischen als auch von australischen Reportern verfolgt worden. Die Journalisten harren unter anderem vor dem Zaun der Rinderranch aus, auf der er sich aufhält. Einige sollen sogar mit Kleinflugzeugen und Hubschraubern über das Gelände geflogen sein, um den Prinzen vor die Linse zu bekommen. (APA)

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    Prinz Harry

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