EU-Kommissarin sieht in gemeinsamem Strommarkt Mittel gegen Pannen

3. Oktober 2003, 21:54
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Experten: Italien hat zu wenig in eigene Stromversorgung investiert

EU-Energiekommissarin Loyola de Palacio sieht in einem Ausbau des gemeinsamen Energiemarktes in Europa das beste Mittel gegen Strompannen wie am Wochenende in Italien. "Was die Europäische Union heute braucht, ist gerade ein Beschleunigung ihres Zusammenschlusses und die Umsetzung der Kommissionspläne für die Verbindungsleitungen", sagte de Palacio am Sonntag in Brüssel.

Chronische Überbelastung

"Das Stromnetz leidet in verschiedenen Regionen Europas unter chronischer Überlastung, die Engpässe sind mehr und mehr Besorgnis erregend und manche Teile der Europäischen Union sind noch schlecht angeschlossen oder gar völlig isoliert", erläuterte die Kommissarin.

Fachleute in Brüssel sehen die Ursache des Problems darin, dass Italien zu wenig in eine eigene Stromversorgung investiert habe. "Italien hat sich abhängig gemacht", sagte ein Experte. Daraus entstehe das zweite Problem der unzureichenden Verbindungsleitungen in jene Länder, aus denen Italien seine Elektrizität importiert. Die Kommission will im Herbst eine Mitteilung über den Ausbau der elektrischen Infrastruktur in Europa vorlegen. (APA/dpa)

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