Spektakulärste Stromausfälle der vergangenen Jahrzehnte

3. Oktober 2003, 21:54
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Jüngste Vorfälle in den USA, Großbritannien und Dänemark

New York - Die spektakulärsten Blackouts der vergangenen Jahrzehnte:

USA

8. November 1965: Durch Überlastung bricht eine Stromschaltzentrale nahe der kanadischen Grenze zusammen. 30 Millionen Menschen in sieben Bundesstaaten im Nordosten der USA sowie in Teilen Kanadas sind plötzlich ohne Strom.

13. Juli 1977: In New York und dem benachbarten Landkreis fällt für mehrere Stunden der Strom aus. Nach einer Welle von Plünderungen werden mehr als 3.000 Menschen festgenommen.

3. Juli 1996: Nach einer Panne in einer Versorgungsleitung fällt der Strom für zehn Millionen Menschen im Westen der USA sowie in Teilen Kanadas und Mexikos aus.

18. Jänner 2001: Nach der misslungenen Liberalisierung des staatlichen Energiesektors sitzen in Kalifornien eine Million Menschen im Dunklen.

14. August 2003: Im Nordosten der USA und Kanada sind mehr als 50 Millionen Menschen ohne Strom - teilweise bis zu drei Tage. Chaotische Zustände herrschen in den Metropolen New York, Detroit, Toronto und Ottawa. Der Ausfall könnte auf einen Spannungsabfall im Leitungsnetz im Norden Ohios und im Osten Michigans zurück gehen.

Kanada

Jänner 1998: Mehr als drei Millionen Menschen im Osten des Landes müssen mehr als eine Woche ohne Strom auskommen, nachdem Eisregen die überirdischen Kabel zum Zusammenbrechen bringt.

Indien:

2. Jänner 2001: Mehr als 200 Millionen Menschen in Nordindien sind nach einer Panne in einem Kraftwerk in Uttar Pradesh ohne Elektrizität.

Ägypten:

25. April 1990: Nach einem Sandsturm fällt in fast ganz Ägypten mit seinen 60 Millionen Einwohnern der Strom aus.

Nigeria:

Juni 2001: Zwischen 30 und 50 Millionen Menschen sind nach dem Einsturz eines gewaltigen Strommastes im Osten des Landes tagelang von der Stromversorgung abgeschnitten.

Philippinen:

Jänner 1998: Fast die Hälfte der Bewohner des Landes - rund 35 Millionen Menschen - sind nach einer Panne stundenlang ohne Elektrizität.

Mai 2002: Ein Stromausfall trifft 40 Millionen Menschen.

Algerien:

3. Februar 2003: Mehr als 30 Millionen Menschen sitzen nach dem Zusammenbruch des größten Kraftwerks Algeriens im Dunklen, im ganzen Land fällt für Stunden der Strom aus.

Italien:

24. August 1994: Ganz Süditalien mit seinen 18 Millionen Menschen versinkt nach einer Panne in vollständiger Dunkelheit.

Griechenland:

5. November 1993: Plötzlicher Regen nach monatelanger Trockenheit erdrückt Stromleitungen unter schwerem Schlamm - vier Millionen Bewohner der Region Athen sind stundenlang ohne Elektrizität.

Großbritannien:

28. August 2003: Ein Fehler im Transformatoren-System schneidet 500.000 Menschen in London von der Stromversorgung ab. Die Metropole wird mitten im Abendverkehr "erwischt" - Hunderttausende Pendler stecken in Zügen und U-Bahnen fest.

Frankreich:

26. Dezember 1999: Nach einem schweren Sturm sitzen 3,6 Millionen Franzosen zu Weihnachten stundenlang ohne Strom da.

Dänemark/Schweden

23. September 2003: Für fast vier Millionen Dänen und Schweden bricht die Stromversorgung komplett zusammen. Nachdem ein Schaltfehler am schwedischen Atomkraftwerk Oskarshamn per Kettenreaktion in ganz Südschweden und auf der dänischen Insel Seeland mit Kopenhagen sowie auf Bornholm und auf Lolland-Falster die Stromversorgung um 13.15 Uhr außer Betrieb setzt, geht sehr schnell gar nichts mehr. Der öffentliche Verkehr bricht zusammen, die Arbeit muss eingestellt werden, Polizei und Feuerwehr haben alle Hände voll zu tun. (APA/AFP/dpa)

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