Blair schließt Euro-Referendum nicht aus

28. September 2003, 12:16
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"Wir sollten die Option offen halten" - Wenn nötig, auch vor der Wahl 2004

Britisches Euro-Referendum laut Blair auch vor Wahl 2004 möglich Großbritanniens Premier will unabhängig von schwedischem Nein zum Euro für sein Land "Option offenhalten"

London (APA/Reuters) - Der britische Premierminister Tony Blair hat sich geweigert, ein Referendum über den möglichen Beitritt seines Landes zur Euro-Zone für die Zeit bis zu den Wahlen im kommenden Jahr auszuschließen. "Wir sollten die Option offen halten", sagte Blair dem Fernsehsender BBC und wies einen Einfluss des schwedischen Neins zum Euro auf Großbritannien zurück. "Wir sollten als Land entscheiden, wann wir diese Option nutzen wollen. Ich sehe nicht - unabhängig von dem, was in Schweden geschieht - dass irgend etwas ausgeschlossen werden sollte."

Blair hat sich unter der Voraussetzung, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegeben sind, für einen Beitritt zur Euro-Zone ausgesprochen und zugesagt, dazu ein Referendum abzuhalten. Seit dem Nein der schwedischen Bürger zum Euro-Beitritt vor zwei Wochen gehen britische Euro-Befürworter und -Gegner jedoch davon aus, dass dieses Referendum nicht mehr vor den nächsten Wahlen stattfinden wird.

Wegen des Irak-Kriegs hat Blairs Beliebtheit bei den Briten zudem stark gelitten, so dass Experten vermuten, dass er angesichts der großen Zahl der britischen Euro-Skeptiker kein Risiko eingehen wird. Außer Großbritannien und Schweden hat auch Dänemark die europäische Gemeinschaftswährung nicht eingeführt. Dort orten Umfragen derzeit allerdings eine Bevölkerungsmehrheit für die europäische Gemeinschaftswährung. (Schluss) sta

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