Bericht über weitere Ermittlungen gegen Mobilcom-Gründer Schmid

5. Oktober 2003, 10:33
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Laut "Spiegel" auch der Vollstreckungs-Vereitelung verdächtig

Gegen den von der Staatsanwaltschaft Kiel wegen Untreue angeklagten Gründer des deutschen Telekommunikationsunternehmens Mobilcom, Gerhard Schmid, sind noch anderweitige Ermittlungen im Gange, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag im Voruas berichtete. Dem Blatt zufolge wird Schmid verdächtigt, eine von einer Bank eingeleitete Zwangsvollstreckung vereitelt zu haben, indem er Teile seines Vermögens beiseite schaffte.

Planung

Laut "Spiegel" plante Schmid ein "gigantisches Immobilienprojekt" an der Kieler Förde, nahm dazu im Jahr 2000 bei der sächsischen Landesbank einen Kredit von 200 Millionen Mark auf und verpfändete der Bank 5,7 Millionen Mobilcom-Aktien als Sicherheit. Da die Aktien im Zuge des Börsencrashs immer mehr an Wert verloren hätten, habe die Sachsen LB im März 2002 die sofortige Rückzahlung des Kredits verlangt und schließlich die Zwangsvollstreckung eingeleitet, heißt es.

Verdacht

Dem Bericht zufolge mutmaßt die Staatsanwaltschaft, Schmid habe seine Anteile an mehreren norddeutschen Unternehmen auf eine Firma in Liechtenstein übertragen und sie damit dem Zugriff des Gerichtsvollziehers entzogen. Schmid bestätigte dem Blatt zufolge, er habe im November 2002 Anteile an drei Firmen, deren Geschäftslage sich zu verschlechtern drohte, an eine ausländische Gesellschaft verkauft, an der er nicht beteiligt sei. (APA)

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