Zivilschutz-Probealarm am 4. Oktober

30. September 2003, 14:55
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Österreichweit 7.800 Sirenen getestet - Seit 1998 jährliche Sirenentests

Wien - Am 4. Oktober findet in Österreich der jährliche bundesweite Zivilschutz-Probealarm statt, bei dem gleichzeitig mehr als 7.800 Sirenen getestet werden. Die seit 1998 an jedem ersten Samstag im Oktober angesetzte Alarmierung dient einerseits der Überprüfung der technischen Einrichtungen, andererseits soll die Bevölkerung mit der Bedeutung der Warnsignale vertraut gemacht werden, erklärte der Leiter der Abteilung Staatliches Krisenmanagement, Zivilschutz und Flugpolizei im Innenministerium, Oberstleutnant Gerhard Sulz, gegenüber der APA.

Das "Programm" sieht zwischen 12.00 und 13.00 Uhr vier Signale vor. Zunächst sollen für 15 Sekunden alle Sirenen "probeweise" heulen. Dann folgt ein drei Minuten anhaltender Dauerton, der im Ernstfall vor einer herannahenden Gefahr warnt. Hier sollte man in einer echten Krisensituation das Radio oder den Fernseher einschalten, um sich über entsprechende Verhaltensmaßnahmen zu informieren.

Ein 60 Sekunden dauernder auf- und abschwellender Heulton bedeutet anschließend "Alarm". Im Ernstfall wären hier schützende Räumlichkeiten aufzusuchen und die über Radio und TV durchgegebenen Maßnahmen zu befolgen.

"Entwarnung" bedeutet der abschließende, eine Minute anhaltende Dauerton. Entsprechende Zusatzinformationen erfolgen wieder über Hörfunk und Fernsehen.

Die Funktionstüchtigkeit der Sirenen wird am 4. Oktober in allen Bundesländern an Ort und Stelle überprüft. Das Ergebnis wird über die Bezirks- und Landeswarnzentralen an die Bundeswarnzentrale weitergeleitet und ausgewertet. Der Test im Vorjahr war nach Angaben des Innenministeriums einmal mehr erfolgreich. Zu keinen Ausfällen kam es im Burgenland, in der Steiermark "verweigerten" 1,00 Prozent, in Wien 1,30 Prozent und in Salzburg 1,71 Prozent der Sirenen. Allgemein lagen die Ausfälle bei etwa 5,31 Prozent (2001 ca. 5,74 Prozent). Vereinzelt gab es auch Probleme hinsichtlich der Hörbarkeit der Signale. Die Ausfälle wurden wie jedes Jahr zum Anlass genommen, Wartungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen.

Österreich hat mit Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein, Slowenien, Ungarn, der Slowakei und Tschechien Katastrophenhilfeabkommen geschlossen. Ein Abkommen mit Kroatien wird in Bälde in Kraft treten, mit Italien und Marokko laufen die Verhandlungen, mit Frankreich, Polen, Algerien, Jordanien und Tunesien werden Vorgespräche geführt, hieß es im Innenministerium.

In mehreren Bundesländern erfolgen zusätzlich regelmäßig Sirenenproben, etwa in der Steiermark (jeweils am 1. April und 1. Juli) oder in Wien (am 5. Mai). Informationen über die Massenmedien einschließlich des ORF sollen dafür sorgen, dass der Probealarm am 4. Oktober nicht mit einem echten verwechselt wird und besorgte Bürger die Notrufnummern blockieren. (APA)

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