Schriftsteller George Plimpton gestorben

3. Oktober 2003, 11:21
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Machte Jack Kerouac und Philip Roth bekannt

New York - Der amerikanische Schriftsteller George Plimpton, der berühmtere Kollegen wie Philip Roth und Jack Kerouac bekannt gemacht hatte, ist tot. Plimpton starb am Donnerstag im Alter von 76 Jahren in seiner New Yorker Wohnung, wie Angehörige am Freitag mitteilten.

Der Autor, der auch mehrfach in Hollywood-Filmen kleinere Rollen übernahm, galt vielen als eine "zentrale Figur der amerikanischen Literatur" wie die renommierte American Academy of Arts and Letters im vergangenen Jahr bei der Aufnahme Plimptons erklärte. Sein Ruf als großer Förderer junger Schriftsteller beruht darauf, dass er Jahrzehnte lang das angesehene Literaturmagazin "The Paris Review" herausgab, in dem er immer wieder Arbeiten von Nachwuchstalenten vorstellte und lobte. Legendär wurden auch seine ausführlichen Schriftsteller-Interviews über den literarischen Schaffensprozess, darunter mit Ernest Hemingway und William Faulkner.

Als Plimptons wichtigstes Werk gilt "Paper Lion", eine literarische Dokumentation des Baseballsports, die auf eigenen Erfahrungen bei den Detroit Lions beruhte. Zu seinen weiteren Büchern gehören "Bogey Man", "Out of My League" und "Shadow Box". Während Plimpton selbstlos Kollegen förderte, erfuhr er erst spät größere Ehrungen. Erst mit 75 würdigte ihn die US-Literatur-Akademie mit der Ehrenmitgliedschaft. Kurz darauf ernannte ihn die französische Ehrenlegion zum Chevalier und der isländische Künstlerverband The Guild verlieh Plimpton seinen Lebenswerk-Preis. (APA, dpa)

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