Philips startet LCOS-Produktion in Deutschland

5. Oktober 2003, 10:21
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Investitionsvolumen beträgt mehr als 20 Millionen Euro

Royal Philips Electronics hat im deutschen Böblingen eine Produktionsstätte zur Herstellung von Koponenten der Bildschirmtechnologie LCOS (Liquid Cystal on Silicon) eröffnet. Mehr als 20 Mio. Euro hat Philips in den Standort gesteckt, wo dadurch erstmals hochauflösende Panels für diese Art von Bildschrimen in Großserie hergestellt werden können. "Für Philips ist LCOS ein wichtiger Schritt hin zu einer besseren Bildqualität", begründete Philips Chief Technology Officer Ad Huijser die Investition heute, Freitag, im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten.

Flimmerfreie Auflösung

Die LCOS-Technologie nützt das Prinzip der Rückprojektion und bietet eine sehr hohe, flimmerfreie Auflösung. Dadurch könnten TV-Geräte mit großen Bilddiagonalen flacher, leichter und auch kostengünstiger gemacht werden. Die Niederländer erwarten sich aufgrund der effizienten Lichtausbeute und des hohen Kontrastes eine rasch wachsende Nachfrage nach den Projektionsdisplays. Ihre Bildauflösung von 1.280 mal 768, also rund einer Mio. Pixel, ermögliche den Einbau in Endgeräte für hochauflösendes Fernsehen.

LCOS besteht aus einer Siliziumkomponente, einer Glasplatte und einer Zwischenschicht aus Flüssigkristall. So kann ein Siliziumchip der CMOS-Familie gleichermaßen als aktive Matrix und als Licht-reflektierende Schicht fungieren. Der Vorteil des LCOS-Systems liegt laut Philips im Gegensatz zu den gebräuchlichen durchlässigen Systemen darin, dass die elektrische Ansteuerung hinter den bildgebenden Pixeln verborgen bleibt. Dadurch könne eine größere Helligkeit erzielt werden und die Pixelgitterstruktur bleibe beinahe unsichtbar. (pte)

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