Überfall auf jüdische Siedlung bei Hebron

29. September 2003, 11:46
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Siedler und Baby getötet - Soldaten erschossen die beiden Attentäter - Israel macht Autonomiebehörde verantworlich

Jerusalem - Bewaffnete Palästinenser töteten am Freitagabend in einer jüdischen Siedlung nahe Hebron im Westjordanland zwei Israelis, unter ihnen ein Baby. Zwei weitere Siedler wurden durch Schüsse verletzt. Die Palästinenser drangen in ein Haus ein und töteten den Mann und das kleine Mädchen. Soldaten hätten die beiden Attentäter anschließend erschossen.

Der Überfall auf die Siedlung Negahot etwa zehn Kilometer südwestlich der palästinensischen Stadt Hebron ereignete sich zu Beginn der Feiern zum jüdischen Neujahrsfest. Die Feierlichkeiten sind aus Furcht vor Anschlägen von scharfen Sicherheitsvorkehrungen begleitet.

Nach dem Angriff von Palästinensern auf jüdische Siedler hat der israelische Regierungssprecher Avi Pazner die Autonomiebehörde verantwortlich gemacht. "Mit großer Trauer und Wut" stelle die israelische Regierung fest, dass die "palästinensische Autonomiebehörde wieder einmal nichts unternommen hat, um diesen Akt zu verhindern", sagte Pazner am Freitag. "Es ist fast eine Tradition geworden für die palästinensischen Gruppen, dass sie uns während eines jüdischen Feiertages angreifen, wenn sie glauben, dass wir nicht aufpassen." (APA/Reuters)

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