Millionen für Immobilienkäufe

29. September 2003, 10:12
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Um für die geplanten Immobilienkäufe im In-wie Ausland gerüstet zu sein, holt sich die Immofinanz über eine Kapitalerhöhung 201 Millionen Euro

Wien - Österreichs größte Immobiliengesellschaft, die Immofinanz, erhöht im Oktober ihr Grundkapital im Verhältnis fünf zu eins um nominell 34,8 Mio. Euro auf 209 Mio. Euro. Der Ausgabepreis beträgt sechs Euro pro Aktie.

Mit dem Emissionserlös von 201 Mio. Euro wollen die Immofinanz-Vorstände Karl Petrikovics und Norbert Gertner Immobilien im In- und Ausland kaufen. In Österreich wurde bereits Interesse am Kauf der Bundeswohnbaugesellschaften und den von der Bundesimmobiliengesellschaft zum Verkauf angebotenen Wohnungen bekundet. Bis zum Jahresende dürften sich aber auch noch einige Firmen von ihren nicht betriebsnotwendigen Immobilien trennen und diese zum Verkauf anbieten, die sie vom neuen Besitzer dann wieder zurückmieten. Hier sieht Petrikovics zusätzlich Investitionschancen.

Das Eigenkapital steigt von 787,7 Mio. Euro auf 989 Mio. Euro nach der Kapitalerhöhung. Die Eigenkapitalquote liegt bei 66,9 Prozent, das Fremdkapital bei 33,1 Prozent. Die Frist zum Bezug der jungen Aktien läuft von 1. bis 20. Oktober. Die Bezugsrechte werden von 10. bis einschließlich 14. Oktober an der Wiener Börse gehandelt. Die Aufnahme des Handels erfolgt voraussichtlich am 21. Oktober 2003.

Ausblick

Bis zum Ende des Geschäftsjahres (30. April 2004) wird das Immobilienvermögen (Verkehrswert) um 20 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro wachsen. Der Umsatz soll um 26 Prozent auf 95 Mio. Euro klettern, sagte Petrikovics. Der Cashflow wird bei 64,8 Mio. Euro erwartet. Im ersten Quartal stieg die Zahl der Objekte um 73 auf 203 mit einer Gesamtnutzfläche von 1,3 Mio. m². Das entspricht etwa der Fläche von St. Pölten und Eisenstadt zusammen, wie Petrikovis betonte. In den USA wurden u. a. zwei Shoppingcenter bei Houston mit insgesamt 21.256 m² erworben. Eine Apartmentanlage konnte mit einem Gewinn von 60 Prozent auf das eingesetzte Kapital verkauft werden. (Claudia Ruff/DERSTANDARD, Printausgabe, 27./28.9.2003)

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