Saddam, der sadistische Angler

28. September 2003, 15:17
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Persönlicher Kameramann überließ deutschem TV-Sender Privatvideos des Diktators - Angeln mit Dynamit

Wien/Hamburg - Saddam Husseins persönlicher Kameramann hat der deutschen Sendeanstalt ARD Filmmaterial aus seinem Privatarchiv überlassen. Es zeigt Saddams letzte öffentliche Auftritte während des Krieges und dokumentiert auch Szenen aus dem Privatleben des ehemaligen Diktators.

Dokumentation der letzten öffentlichen Auftritte

Zehn Jahre hatte Saad Ashim für den irakischen Diktator Aufnahmen gemacht. Videoaufnahmen hat er jetzt dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) zur Verfügung gestellt, der die Beiträge am Sonntag im ARD-"Weltspiegel" zeigen wird. Darunter sind Saddams letzte öffentliche Auftritte im Krieg: die Fernsehansprache nach dem Beginn der Bombardierungen, ebenso das spektakuläre Bad in der jubelnden Menge, als die US-Panzer bereits vor Bagdad standen.

Bei Höchststrafe verboten Saddam anders als lächelnd zu filmen

Im Interview mit ARD-Korrespondent Jörg Armbruster erzählt Ashim, wie die Kriegsvideos entstanden sind. Der zuständige Redakteur sagte, es sei bei Höchststrafe verboten gewesen, Saddam anders zu zeigen als lächelnd.

Dynamitfischen

Ashims Aufnahmen zeigen den Despoten auch in vielen privaten Situationen. Sie veranschaulichen etwa, wie sehr sich Saddam für Waffen und Sprengstoff begeisterte. In einer Szene ist zu sehen, wie der Diktator aus Wut über seine missglückten Angelversuche einen ganzen See mit Dynamit sprengt, bis die Fische tot an der Oberfläche schwimmen. (APA)

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