Jetzt wird es ernst mit der Autonomie

8. Oktober 2003, 16:02
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Die neue Rechtslage tritt mit 2004 in Kraft - mit Infografik

In diesem Studienjahr wird es ernst mit der Ausgliederung der Universitäten aus der Bundesverwaltung. Am 1. Jänner 2004 werden die bisher 18 Universitäten zu juristischen Personen öffentlichen Rechts umgewandelt. Die Herauslösung der medizinischen Fakultäten aus den Universitäten Wien, Innsbruck und Graz schafft außerdem zusätzlich drei medizinische Universitäten. Durch das neue Universitätsgesetz wurde darüber hi^naus die Leitungsstruktur der Unis stark verändert (siehe Grafik).

Vergangenes Semester wurden Rektoren und Vizerektoren neu gewählt, wobei man viele der alten Amtsinhaber neu bestätigte. Sie regieren allerdings bis Ende 2003 noch nach altem Recht. Lediglich an der Medizinischen Universität Innsbruck gibt es – wie berichtet – noch Turbulenzen um die Rektorenbestellung. Die Verhandlungen sind vorläufig geplatzt.

Die Unis erhalten ab 2004 dreijährige Globalbudgets mit einer leistungsabhängigen Komponente und werden Arbeitgeber ihres Personals. Neu Aufgenommene sowie Vertragsbedienstete werden Angestellte. Ein Kollektivvertrag muss aber noch ausgehandelt werden. Als Aufsichtsrat fungiert der neue Unirat.

Änderungen gibt es heuer auch bei den Stipendien: Bezieher mit Kindern erhalten mehr Geld. Behinderte werden künftig länger Studienbeihilfe beanspruchen können, und der Bezieherkreis für Studienabschlussstipendien wurde ausgeweitet. (red, APA/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27./28.9.2003)

  • Infografik: Ausgliederung der Universitäten

    Infografik: Ausgliederung der Universitäten

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