Washington drängt auf CAFTA-Start

17. Oktober 2003, 14:35
posten

USA wollen nach gescheitertem WTO-Gipfel Freihandelszone mit 34 Ländern Anfang 2005

Washington - Nach dem Scheitern der WTO-Verhandlungen in Cancún drängt die US-Regierung auf einen rechtzeitigen Start der amerikanischen Freihandelszone CAFTA mit insgesamt 34 Ländern Anfang übernächsten Jahres. "Das Ministertreffen der CAFTA im November in Miami wird ein kritischer Moment sein", sagte der stellvertretende US-Handelsbeauftragte Peter Allgeier am Donnerstag vor Firmenschefs bei der US-Handelskammer in Washington.

"Generelle Vision"

Der Handel sei im Verhältnis zu Lateinamerika noch immer zentrales Thema. "Es wäre schade, diese Gelegenheit zu verpassen." Washington hoffe weiter darauf, die Verhandlungen bis Anfang 2005 abzuschließen. Für das Treffen in Miami erwarte die US-Regierung allerdings noch keinen Durchbruch in Details, sondern "eine generelle Vision".

Einer der Knackpunkte für die U.S.-Central American Free Trade Agreement (CAFTA) sind wie bei den WTO-Verhandlungen in Cancún die hohen US-Agrarsubventionen. Sie werden von vielen Länder Lateinamerikas als wettbewerbsverzerrend und Hindernis für das Angebot eigener Agrarprodukte gesehen. Allgeier betonte, Washington werde im Rahmen der CAFTA-Verhandlungen allerdings keine landwirtschaftlichen Hilfen an seine Bauern abbauen. Dies sei eine Angelegenheit, die innerhalb der 146 Staaten umfassenden Welthandelsorganisation (WTO) beraten werden müsse. Außerhalb des Agrarbereichs konzentrieren sich die Gespräch zu CAFTA nun auch auf die Integration von Sozialnormen und Umweltstandards. (APA)

Share if you care.