"Quasi ein Genie"

26. September 2003, 22:15
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Genre-übergreifende Veranstaltungen zu Ehren von Helmut Qualtinger

Wien - Am 8. Oktober wäre der 75. Geburtstag des 1986 verstorbenen Helmut Qualtinger - Anlass für ein Veranstaltungs-Programm, das die gesamte Bandbreite des Schaffens des Wiener Künstlers widerspiegeln soll. Im Filmarchiv Austria werden die Filme des Schauspielers gezeigt, das Wien Museum würdigt Qualtinger mit einer großen Ausstellung.

Filmdokumente

Das Wien Museum widmet ab 2. Oktober (bis 6. Jänner) unter dem Titel "Quasi ein Genie" dem "Menschenimitator" Qualtinger eine große Ausstellung. In Film- und Fernsehmaterial, Lebensdokumenten und Kuriosa aus dem Nachlass werden wichtige biografische Abschnitte Qualtingers präsentiert. Gleichzeitig soll der private Qualtinger oder dessen gebrochenes Verhältnis zu Wien gezeigt werden. Dokumentiert werden sollen auch Qualtingers "practical jokes", mit denen er Freunde sowie öffentliche Figuren und Medien in die Irre führte.

Als einen "abgründigen, so gar nicht mit der österreichischen Lebensart versöhnten Zyniker" und "begnadeten Schauspieler" soll die Filmretrospektive des Filmarchivs Austria Qualtinger "neu entdecken". Im Metro Kino und den Breitenseer Lichtspielen sind 40 Film- und Fernseharbeiten zu sehen.

Im Funk

ORF 2 zeigt am 4. Oktober um 23.30 Uhr Qualtingers TV-Klassiker von 1961 "Der Herr Karl". Ein "Porträt eines Unbequemen" gibt es am Folgetag um 9.30 Uhr, ebenfalls in ORF 2. Im ORF-Hauptabendprogramm wird Qualtinger direkt am Geburtstag (8. Oktober) um 20.15 Uhr mit seinem letzten Film, "Der Name der Rose", gewürdigt.

Der ORF-Radiosender Ö1 sendet unter anderem eine vierteilige Lesereihe Qualtingers. Jeweils um 9.30 Uhr gibt es am 7. Oktober "Österreichisches Lesebuch" (Qualtinger liest Anton Kuh), am 14. Oktober "So starb eine Partei" mit Texten von Jura Soyfer, am 21. Oktober den "ewigen Spießer", wo Qualtinger Ödön von Horvath liest, und am 28. Oktober den "Herrn Karl". (APA)

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