SPD im Rekordtief

28. September 2003, 12:49
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Nur 28 Prozent Zustimmung - CDU/CSU bei 48, Grüne bei 11 Prozent - Stoiber laut Umfrage für Mehrheit der Deutschen bester Kanzlerkandidat

Köln - Nach ihrer schweren Niederlage bei der Landtagswahl in Bayern ist die SPD nach einer Umfrage auch bundesweit auf ein Rekordtief gestürzt. Laut der am Freitag veröffentlichten Erhebung für das ARD-Morgenmagazin käme die Partei des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, nur noch auf 28 Prozent. Ihr Koalitionspartner Grüne läge nach der Befragung von 550 Bundesbürgern durch das Institut Infratest-Dimap bei elf Prozent. CDU und CSU hätten dagegen mit 48 Prozent eine absolute Mehrheit der Sitze, die FDP käme auf sechs Prozent.

Alle anderen Parteien blieben der Umfrage unter fünf Prozent. Da CDU/CSU somit stärker wären als SPD, Grüne und FDP zusammen, würden ihre 48 Prozent zur Alleinmehrheit im Bundestag ausreichen. Die PDS käme der Erhebung zufolge auf vier Prozent, die sonstigen Parteien auf 3 Prozent. Im Vergleich zur letzten derartigen Umfrage bedeuten die neuen Zahlen den Angaben zufolge einen Verlust von zwei Prozentpunkten für die SPD und einen ebeno hohen Gewinn für CDU/CSU.

Wählergunst

Deutlich zugelegt in der Wählergunst hat nach seinem triumphalen Erfolg in Bayern der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber. Die meisten Befragten sehen in dem bayerischen Ministerpräsidenten den geeignetsten Kanzlerkandidaten von CDU und CSU für die nächste Bundestagswahl. 46 Prozent aller Befragten sprachen sich für ein Antreten Stoibers als Herausforderer von Bundeskanzler Schröder aus, 21 Prozent für die CDU-Vorsitzende Angela Merkel und 18 Prozent für den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Wie die ARD mitteilte, hatte Merkel im Februar noch mit 35 Prozent der Stimmen vor Koch (29 Prozent) und Stoiber (25 Prozent) gelegen.

Der Begriff soziale Gerechtigkeit wird nach dem Umfrageergebnis immer weniger mit der SPD in Verbindung gebracht. Auf die Frage, wie sehr sie den Begriff mit den Sozialdemokraten verbinden, antworteten nur drei Prozent mit "sehr stark", 21 Prozent mit "stark", 53 Prozent mit "weniger stark" und 19 Prozent mit "überhaupt nicht". (APA/AP)

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