Salzburg AG verzichtet auf Radiofrequenz

7. Oktober 2003, 14:23
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Radiofabrik soll ab 1. Jänner 2004 die gesamte Frequenz 107,5 Megahertz zur Verfügung haben

Der Landesenergiekonzern Salzburg AG steigt aus dem Regionalradiogeschäft aus. Zwar brüten die Anwälte der Salzburg AG und des nichtkommerziellen Senders Radiofabrik noch über den Details, der Kern der Abmachung ist jedoch so gut wie fix: Die Radiofabrik soll ab 1. Jänner 2004 die gesamte Frequenz 107,5 Megahertz zur Verfügung haben und 24 Stunden senden.

Geteilte Frequenz

Nach dem ursprünglichen Bescheid der Radiobehörde war die Frequenz zwischen der Radiofabrik und dem Salzburger Cityradio geteilt worden. Das Cityradio wurde von der Objekt-Werbung betrieben, an der wiederum die Salzburg AG mehrheitlich beteiligt ist. Radiofabrik und Salzburg AG sind über eine Sendeanlagengesellschaft aneinander gebunden; keine Entscheidung kann ohne den anderen 50 Prozent-Partner gefällt werden. Das Übereinkommen zwischen Salzburg AG und Radiofabrik soll fürs Erste bis Ende 2006 gelten.

Verlust

Offiziell machte das Cityradio seit dem Sendestart im Jänner 2002 rund eine Million Euro Verlust, kolportiert wird eine höhere Summe. Cityradio, das unter der Woche tagsüber zu hören war, sender seit längerem nicht mehr. (neu/DER STANDARD, Printausgabe, 26.9.2003)

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