Harter schwarzer Rock revisited - Wienerlied in vernetzten Zeiten

25. September 2003, 19:58
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Nach mehrjähriger Pause putzten die afroamerikanischen Mitbegründer der zwischen Funk und Metal vermittelnden Crossover-Welle um Freistil-Gitarrist und Black-Rock-Coalition-Gründer Vernon Reid gerade die Ohren beim Jazzfest Saalfelden durch. Im Rahmen einer herbstlichen Europa-Tournee gastiert das New Yorker Quartett nun auch dreimal als regulärer Haupt-Act in heimischen Clubs.

Gemeinsam mit Bassist Doug Wimbish, Schlagzeuger Will Cahoun und Sänger Corey Glover hat sich Reid jetzt auf dem Comeback-Album Collideoscope nach Ausflügen in experimentellere Gebiete zwischen Avantgarde und Drum 'n' Bass wieder auf seine Anfänge besonnen. Harte Gitarrenriffs und Soli im Stile von Jimi Hendrix treffen auf Funk, Reggae und HipHop - unter besonderer Berücksichtigung von Led Zeppelin. Möglicherweise stehen hier also große Abende bevor. (schach)

Sa., 27. 9., Posthof,
4020 Linz. Mo., 29. 9.,
Reigen, 1140 Wien. Do.,
2. 10., Treibhaus, 6020
Innsbruck. Jeweils
20.00

Wienerlied in vernetzten Zeiten

Es war ein berührender Moment des letztjährigen "Wean hean"-Festivals, Trude Mally, das Dudlerinnen-Original, mit Gitarrist Alegre Corrêa Kantilenen anstimmen zu hören. Seit 2000 setzt das Fest dem Mief des "Mia san mia" eine neue Offenheit entgegen: statt konservierter Historie die Kommunikation des Wienerlieds mit der weiten Welt: In Roland Neuwirth und Joana Amendoeira treffen Gstanzln und Fado zusammen; unter "Zugrast und zsammgschwaßt" kommen mit der Tschuschenkapelle, Marwan Abado Wien-Exilanten zu Wort. Dass auch, äh, tiefgründige Reflexionen nicht zu kurz kommen, dafür sorgen die "Strizzis, Praterfeen und der Kalafatti" (Hirschal, Markovics & Concertschrammeln). (felb)
30. 9.-12. 10.,
Info: (01)41 62 36 66

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