Forschung: Österreich geht leer aus

1. Oktober 2003, 18:30
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15. EU-Wettbewerb für Nachwuchswissenschafter

Budapest/Wien - Zwei junge Deutsche und ein Ungar haben am Donnerstag erste Plätze beim 15. EU-Wettbewerb für Nachwuchswissenschafter in Budapest belegt. Die HTL Braunau (Oberösterreich), mit zwei Projekten am Start, ging leer aus.

Die 19-jährige Münchnerin Jana Ivanidze wurde für die gentechnische Veränderung eines Eiweißmoleküls ausgezeichnet, durch die es auf den pH-Wert in der Zelle reagiert. Mit dieser Mutation des Grün Fluoreszierenden Proteins (GFP) lasse sich der intrazelluläre pH-Wert in bestimmten, an der Photosynthese beteiligten Zellorganellen messen, hieß es. Der 18-jährige Uwe Treske aus Hamburg baute ein Rastertunnelmikroskop zur nanotechnischen Untersuchung von Materialoberflächen, wobei er die bisher üblichen Herstellungskosten von mehreren tausend Euro auf 40 Euro senkte. Der dritte Träger eines ersten Preises, der Ungar Gabor Nemeth (19), beeindruckte die Jury mit Neuerungen zur Verbesserung der Effizienz von Plasma-Lautsprechern.

Preise

Die HTL Braunau war zwar bei der nationalen Ausscheidung "Jugend Innovativ" erfolgreich, international reichte es jedoch weder für das "Intelligente Pannendreieck" noch für die Online-Messung des Öl-Gehalts von Schmierstoffemulsionen in Walzwerken zu einem Spitzenplatz.

Insgesamt hatten sich 110 junge Forscher aus 37 europäischen Ländern, alle im Alter von 15 bis 20 Jahren, in Budapest eingefunden, um 75 Projekte aus den Bereichen Technik, Umwelt, Medizin, Chemie, Biologie, Geowissenschaften, Mathematik und Sozialwissenschaften zu präsentieren. Die drei ersten Preise sind mit jeweils 5.00 Euro dotiert. Zweite und dritte Preise im Wert von 3.000 beziehungsweise 1.500 Euro gingen an Nachwuchsforscher aus Tschechien, Ungarn, Polen, den Niederlanden, Russland und der Schweiz. (APA/dpa)

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