"Innovationsleitfaden" aus Österreich

28. September 2003, 15:00
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Klein- und Mittelbetriebe als Zielgruppe

Graz - Mit einem so genannten "Innovationsleitfaden" versuchen steirische Wirtschaftswissenschafter und Betriebswirte den Klein- und Mittelbetrieben im Land bei der Umsetzung neuer Ideen in Produkte und Dienstleistungen unter die Arme zu greifen. Vorgestellt wird die rund 100-seitige kostenlose Band am Mittwoch, 1. Oktober, im Congress Leoben. Entwickelt wurde der Leitfaden im Rahmen der vom Land Steiermark und der EU kofinanzierten Initiative "Technofit". Dabei traten auch für einige steirische Unternehmen vielversprechende Innovationsideen zu Tage.

"Unser Leitfaden ist speziell auf die Bedürfnisse von KMU abgestimmt", betont Projektleiter Stefan Vorbach vom Institut für Innovations- und Umweltmanagement an der Uni Graz. Gerade in diesem Bereich gebe es immer noch einen Wissensbedarf, wie man kreative Ideen auch ökonomisch sinnvoll in den Betrieb einbringen kann. "Die Betriebswirtschaftslehre hat zahlreiche Instrumente entwickelt, um Planer und Entscheidungsträger im Unternehmen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Diese Methoden werden aber gerade in kleinen und mittleren Unternehmen noch zu wenig angewandt, weil sie vielfach zu kompliziert und zu aufwendig sind", so Vorbach.

"Deutlicher Handlungsbedarf"

Im Hinblick auf die österreichische Wirtschaftslandschaft, die überwiegend von KMU geprägt wird, sei hier von Seiten der Überführung von der Theorie in die Praxis ein deutlicher Handlungsbedarf gegeben. Ein Versuch ist der vorliegende Leitfaden, der vom Institut für Innovations- und Umweltmanagement in Kooperation mit dem Technologie-Transfer-Zentrum Leoben und der Arbeitsgruppe für Industriebetriebslehre und Innovationsforschung an der Technischen Universität Graz in den vergangenen eineinhalb Jahren erstellt wurde.

Die praktische Anwendbarkeit des Leitfadens werde dadurch gewährleistet, dass sehr eng mit Projektunternehmen kooperiert wurde. Dabei hat man jene Methoden, die nach Einschätzung der Wissenschafter die beste Eignung für KMU aufwiesen, direkt in Innovationsprojekten in den Betrieben auf ihre Eignung hinterfragt. An der bisher erfolgreichen Umsetzung der erarbeiteten Neuerungsstrategien arbeiten derzeit die Pilotfirmen in Kapfenberg, Leoben und St. Kathrein, die am 1. Oktober auch ihre Projekte in Leoben vorstellen werden. (APA)

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