Bank muss falsche Anlageberatung entschädigen

2. Oktober 2003, 16:07
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Die britische Lloyds TSB wurde zu 1,9 Millionen Pfund Strafe und 98 Millionen Pfund Entschädigung verdonnert

London - Wegen falscher Anlageberatung muss die britische Bank Lloyds TSB eine Millionenstrafe und Entschädigung zahlen. Die britische Bankenaufsicht verurteilte das Unternehmen am Donnerstag zu 1,9 Mio. Pfund Strafe (2,74 Mill. Euro) und 98 Mio. Pfund Entschädigung. Lloyds hatte demnach einem Teil seiner Kunden zu Anlageformen mit hohem Risiko geraten, obwohl dies für sie nach Meinung der Bankenaufsicht ungeeignet war. Nach britischen Zeitungsberichten ging es unter anderem um ältere Leute, die bis dahin ganz konservativ investiert hatten.

Lloyds stellte einen Gewinn von mehr als 10 Prozent in Aussicht, doch nach dem Börsencrash waren manche Aktien wie Marconi kaum noch etwas wert. Die Bankenaufsicht hielt Lloyds vor, ihre Anlageberater hätten die individuelle Situation der Kunden besser prüfen müssen. Außerdem hätten sie stärker betonen müssen, dass sich in jedem Fall eine breite Streuung des zur Verfügung stehenden Vermögens empfahl. Lloyds gab zu, man hätte das Personal in den Filialen für die Kundengespräche über die betreffende Anlageform besser ausbilden müssen.(APA/dpa)

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