Rentenschwindel: Franzose lebte vier Jahre mit Leiche seiner Mutter

26. September 2003, 14:22
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Schwindel flog erst mit Tod des Mannes auf

An der Cote d'Azur hat ein Franzose vier Jahre lang mit der Leiche seiner Mutter gelebt, um weiter ihre Rente kassieren zu können. Wie die Polizei in Menton am Donnerstag mitteilte, fiel der bizarre Schwindel erst jetzt auf, als auch der 60-jährige Mann starb. Den Nachbarn hatte er erzählt, seine Mutter lebe abwechselnd in einem Altersheim und bei Verwandten im nahen Italien.

Nach Angaben der Polizei starben sowohl die 90-jährige Mutter als auch der Sohn eines natürlichen Todes - sie im Juni 1999, er im Juli 2003. Entdeckt wurden beide Leichen Mitte dieses Monats: Da wurde die Wohnungstür geöffnet, weil die Miete bereits seit November 2002 nicht mehr bezahlt worden war. Seine Mutter hatte der Mann auf ihrem Bett aufgebahrt, die Türe verrammelt und ein Metallschild mit der Aufschrift "Juni 1999" darauf geheftet. (APA/AFP)

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