"European Identities"

1. Oktober 2003, 18:30
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SchülerInnen setzen sich mit europäischen Sprachen und Kulturen auseinander

Wien - Finnische Schüler lernen in Wien Gälisch, Österreicher lernen Schwedisch, Griechen werden mit Ungarisch konfrontiert. Das ist einer der Schwerpunkte beim europäischen Schüler-Treffen "European Identities", das am Freitag mit einer Eröffnungszeremonie im Palais Liechtenstein beginnt und bis Dienstag kommender Woche dauern wird. An der Veranstaltung nehmen 120 Schüler und Schülerinnen im Alter von 16 bis 17 Jahren aus allen 15 EU-Staaten teil.

Nach Angaben der Organisatoren besteht das Ziel der Workshops und Präsentationen darin, durch "intensive Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen europäischen Sprachen und Kulturen das Bewusstsein einer gemeinsamen europäischen Identität zu stärken". Die Einführung in bisher fremde Sprachwelten soll die europäischen Lebenswelten und Kulturräume verständlicher machen. Eine besondere Rolle dabei spielen Sprachen europäischer Minderheiten. Das Projekt "European Identities" wurde inhaltlich an den Partnerschulen zwischen Ägäis und Nordsee ein Jahr lang vorbereitet.

UNESCO-Projekt

Das Schloss Schönbrunn ist am Montag Veranstaltungsort eines Projektes der UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO). Die Schüler, die eine Ausstellung über existierende Stätten des Weltkulturerbes gestaltet haben, stellen neue Stätten ihrer Heimat vor, die noch nicht in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden, die diese Auszeichnung jedoch verdienen würden. Abschließend werden die Wiener Kulturerbe-Stätten Schönbrunn und Innenstadt besichtigt.

Zwei Tage der Veranstaltung stehen im Zeichen des Erwerbs einer - den TeilnehmerInnen bisher fremden - europäischen Sprache. Die unterschiedlichen Sprachen werden in Workshops von professionellen Trainern vermittelt. Die Aufteilung der Teilnehmer in Kleingruppen ermöglicht "einen intensiven, erlebnisorientierten Erstkontakt mit einer neuen europäischen Sprache und der damit verbundenen Kultur".

Organisiert wurde das Treffen vom Bundesrealgymnasium Wien 19, Krottenbachstraße 11, das 2003 den Vorsitz im Netzwerk "Education Without Borders" übernommen hat. Zu den Partnern zählen Mittelschulen in allen EU-Staaten. Die Projektwoche "European Identities" unter Schirmherrschaft der österreichischen UNESCO-Kommission zählt nach Angaben der Organisatoren zu den größten Veranstaltungen, die je an einem Wiener Gymnasium durchgeführt wurden. (APA)

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