"Salam.Islam"

17. Oktober 2003, 21:00
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Musik-, Gesang- und Tanz-Festival der Szene Wien im Oktober

Wien - Nach dem großen Erfolg des vergangenen Jahres veranstaltet die Szene Wien zum zweiten Mal das Festival "Salam.Islam" (14. 10. bis 15. 11.). Musik, Gesang, Tanz und Kulinarik mit hochkarätigen Künstlern aus Afrika, Asien, dem Vorderen Orient und Europa stehen am Programm, dessen thematischer Schwerpunkt diesmal "Minderheiten" und der "Rolle moslemischer Frauen" gewidmet ist.

Zu den Highlights gehören der Quawwali-Musiker Faiz Ali Faiz aus Pakistan und der Jazzpianist Abdullah Ibrahim, früher bekannt als Dollar Brand, sowie weiters Ustad Mahwash mit dem Ensemble Kaboul aus Afghanistan, und Oumou Sangare aus Mali.

"doaba" zum Auftakt

Das Eröffnungskonzert bestreitet Faiz Ali Faiz (14. 10. im Konzerthaus), den viele für den legitimen Nachfolger des Qawwali-Meisters Nusrat Fateh Ali Khan (1997 gestorben) halten. Faiz' Markenzeichen ist der "doaba"-Stil Punjabs in Kombination mit seiner kraftvollen Stimme. Sevara Nazarkhan aus Usbekistan (17. 10., Szene Wien) gilt als großes Talent in ihrer Heimat. Sie schließt an die Mythen der Seidenstraße sowie deren Musikkulturen von China bis zu den Turkvölkern an und ist auf dem Weg, ein weiterer Star der Weltmusik zu werden.

Gesang und Musik aus Afghanistan präsentiert Ustad Mahwash mit dem Ensemble Kaboul (18. 10., Szene Wien). Auf Grund der politischen Verhältnisse leben die Sängerin und ihre Band im Exil. Erst in diesem Jahr wurden die Musiker mit dem asiatischen "World Music Award" ausgezeichnet. Kulinarisch-musikalisch wird es beim Fest "Hafla" zugehen, einem orientalischen Abend mit Bauchtanz und kurdischer Küche (24. 10., Restaurant Dionysos).

Gewandelter Dollar Brand

Als einer der populärsten Vertreter der islamischen Diaspora gilt der Jazz-Pianist Abdullah Ibrahim, ehemals als Dollar Brand weltberühmt. Mit seinem Trio spielt er Jazz aus Südafrika (30. 10., Szene Wien). Für ungewöhnliche Interpretation anatolischer Sounds sorgen Aziza A und ihre Band (7. 1.., Szene Wien). Sie begeistern durch funky Beats und sind in der Berliner Hip-Hop-Szene bestens bekannt. Oumou Sangare gilt als die große weibliche Stimme Westafrikas, und sie ist eine streitbare Kämpferin für die Rechte der Frauen in afrikanischen Gesellschaften (10. 11., Konzerthaus).

Zum Abschluss präsentiert das Ensemble Kamkars aus dem Iran kurdische und Farsi-Musik. Die Bandbreite reicht von lyrischen Klängen der klassischen persischen Tradition bis zu dynamischer Tanzmusik. Nach ihrem Österreich-Konzert reisen sie weiter zu gemeinsamen Aufnahmen mit Michael Nyman nach London. (APA)

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