Telefonkunden in den USA müssen weiter mit Werbestörung rechnen

26. September 2003, 09:08
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Bundesgericht stoppte von der Regierung geschaffene Blockadeliste

Millionen Amerikaner müssen auch in Zukunft damit rechnen, beim Abendessen die von vielen als störend empfundenen Werbeanrufe zu erhalten. Ein Bundesgericht stoppte am Mittwoch die von der Regierung geschaffene Blockadeliste, in die sich bereits 50 Mio. Amerikaner eingetragen hatten, und bescherten der Telemarketing-Branche damit einen großen Erfolg.

Ruhe!

Die Liste sollte in der kommenden Woche in Kraft treten und allen, die sich darin eingetragen hatten, mehr Ruhe verschaffen. Die Richter urteilten aber, dass die US-Wettbewerbsbehörde FTC ihre Autorität überschritten habe, als sie die Liste aufstellte.

Ein Anruf von einem Fremden

Präsident George W. Bush hatte bei der Verkündung der Initiative erklärt: "Wenn Amerikaner sich zum Abendessen hinsetzen oder wenn Vater oder Mutter ihrem Kind etwas vorlesen, dann ist das Letzte, was sie brauchen, ein Anruf von einem Fremden, der ihnen etwas verkaufen will."

GEschäft

Telemarketing ist in den USA ein riesiges Geschäft, und so hatte sich der Verband massiv gegen das Gesetz gewehrt und dagegen Klage eingelegt. Der Verband argumentierte, mit der Blockadeliste werde das Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt. (APA)

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