US-Gericht untersagt Abfindungsauszahlung an Messier

3. Oktober 2003, 14:03
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Vivendi muss 20,5 Millionen Euro auf Treuhand-Konto parken

Ein US-Bundesgericht in New York hat nach Angaben des französisch-amerikanischen Medienkonzerns Vivendi Universal die Auszahlung der Abfindung an den ehemaligen Vivendi-Chef Jean-Marie Messier gestoppt. Die US-Börsenaufsicht SEC habe das Gericht ersucht, ein anders lautendes Urteil einer New Yorker Vorinstanz zu blockieren, teilte Vivendi mit. Vivendi selbst sei angewiesen worden, die 20,5 Millionen Euro auf einem Treuhandkonto unter Aufsicht des Bundesgerichts zu parken.

Mitte September hatte ein New Yorker Gericht angeordnet, Vivendi müsse die geforderte Abfindung an Messier zahlen. Der Konzern hatte daraufhin angekündigt, alle Rechtsmittel gegen dieses Urteil ausschöpfen zu wollen.

Vivendi hatte Messier im Juli 2002 ohne Abfindung entlassen, nachdem immer mehr Investoren dem Manager das Vertrauen entzogen hatten. Messier hatte den ehemaligen Wasserver- und Entsorger zu einem der weltweit größten Medien- und Unterhaltungskonzerne ausgebaut und dabei Schulden in Milliardenhöhe angehäuft. (APA/Reuters)

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