1.000 Dollar pro "Spam"

3. Oktober 2003, 14:08
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Absendern von unerwünschten Werbe-E-Mails drohen in Kalifornien Millionenstrafen

Den Absendern von unerwünschten Werbemails drohen im US-Bundesstaat Kalifornien Strafen von bis zu einer Million Dollar (870.000 Euro). Ein neues Gesetz betrifft nach einem Bericht des "Wall Street Journal" vom Mittwoch alle in Kalifornien erhaltenen und verschickten Reklamemails. Danach können Firmen und Einzelpersonen, die "Spam-E-Mails" verschicken, bestraft werden. Zugleich drohen auch den Firmen Strafen, für deren Produkte geworben wird.

Das Gesetz soll dem Bericht zufolge am 1. Jänner in Kraft treten und sieht eine Strafe von 1.000 Dollar pro "Spam" und eine Maximalstrafe von 1 Mio. Dollar für eine "Spam"-Kampagne vor. Von den Firmen werde in Zukunft verlangt, eine existierende Kundenbeziehung zum Empfänger nachzuweisen oder eine Erlaubnis von diesem einholen, ihm eine Werbemail schicken zu dürfen.

Gouverneur Gray Davis, der das neue Gesetz unterzeichnete, begrüßte die Maßnahmen. "Kalifornien sendet eine klare Botschaft an alle Internet-Spammer: Wir werden euch nicht erlauben, die Informationsautobahn mit unerwünschten Mails vollzuschütten."

Gegner des Gesetzes halten das neue Gesetz für ineffektiv, unter anderem da viele der E-Mails nicht aus den USA verschickt werden. (APA/dpa)

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