AUA-Piloten "leben im La-la-Land"

30. September 2003, 14:58
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US-Investor Wyser-Pratte: Heimische Piloten sind überbezahlt - "In Amerika hätte man sie längst gefeuert"

Wien - Der US-Großinvestor Guy Wyser-Pratte, der aktuell 3,8 Prozent an der österreichischen Fluggesellschaft AUA hält, kritisiert in einem Interview mit der Online-Finanzzeitung "BlueBull today" die Position der AUA-Piloten in dem seit rund einem Jahr schwelenden Gehaltsstreit mit dem Management: Die Piloten seien überbezahlt und sollten endlich nachgeben.

"Sie (die Piloten, Anm.) leben seit Jahren in einer Art La-la-Land, womit es definitiv nicht weitergehen kann. In Amerika hätte man sie längst gefeuert, denn es kann nicht sein, dass alle - die Fluggäste und die Mitarbeiter - unter der kritischen Situation leiden, nur die Piloten nicht", zitiert "BlueBull today" Wyser-Pratte.

Lob für AUA-Management

Dem Bericht zufolge gibt es von Wyser-Pratte nach wie vor Lob für das AUA-Management: "Es gibt kein besseres Management für eine Fluglinie, als das der AUA." Er denke nicht daran, seinen AUA-Anteil zu verkaufen, auch spätere Zukäufe seien möglich. Laut "BlueBull today" hat der US-Investor an weiteren Aktien in Österreich derzeit kein Interesse.

Wie berichtet war Wyser-Pratte Anfang 2002 mit 5 Prozent bei der AUA eingestiegen, hatte später auf 5,3 Prozent aufgestockt und dann auf 5,06 Prozent reduziert. Erst vor Kurzem hatte der Amerikaner seine AUA-Anteile unter 5 Prozent geschraubt, weil er Geld brauchte, um einen Partner, der aus seinem Global Governance Fund ausstieg, abzufertigen.(APA)

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    Wyser-Pratte zieht mit den heimischen Piloten hart ins Gericht: "In Amerika hätte man sie längst gefeuert, denn es kann nicht sein, dass alle -die Fluggäste und die Mitarbeiter - unter der kritischen Situation leiden, nur die Piloten nicht"

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