Kazaa verklagt die Musikindustrie

3. Oktober 2003, 17:06
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Sharman Networks mit erweiterter Gegenklage wegen Urheberrechtsverletzungen

Die Entwickler und Betreiber der Online-Musiktauschbörse Kazaa, Sharman Networks, haben ihre Gegenklage beim US District Court of California gegen die US-amerikanische Unterhaltungsindustrie ausgeweitet. Nach eigenen Angaben will Sharman Networks die wettbewerbswidrigen Praktiken der Musik-Industrie lüften und nun öffentlich darlegen, wie die Industrie den Ruf der P2P-Technologie und auch jenen von Sharman Networks durch Schmutzkampagnen zerstört hat.

Industrie wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt

Die erweiterte Gegenklage - Sharman Networks hatte die US-Musikindustrie bereits im Jänner wegen Verstoßes gegen das US-Anti-Trust-Gesetze verklagt - bittet auch ein weiteres pikantes Detail: So klagt Sharman Networks die Musik-Industrie auf Urheberrechtsverletzung. Die Branchenvertreter haben während ihrer Ermittlungen gegen die Tauschbörse Kazaa die Software Kazaa Lite genutzt und so gegen das Urheberrecht verstoßen, meint Sharman Networks. Zudem sollen die Ermittler durch das Einschleusen gefälschter Dateien gegen die Nutzungsbedingungen von Kazaa verstoßen haben.

Das Verhalten der Musik-Industrie

Sharman Networks hat dem Gericht auch neues Beweismaterial vorgelegt. Darunter finden sich auch Notizen zu Gesprächen mit den großen Musik-Labels. Ein Vorwurf von Sharman lautet, dass die Unterhaltungsindustrie durch die Prozesse versuchen würden einen unliebsamen Konkurrenten für den digitalen Vertreib von Musik über das Internet loszuwerden. (red)

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Kazaa

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    foto: kazaa
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