Alte Bekannte aus dem Gemeinderat

28. September 2003, 17:07
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Viele Wählerstimmen in Bewegung

Innsbruck - "Ich bin eine der van-Staa-erfahrensten Politikerinnen", nennt die grüne Stadträtin Uschi Schwarzl ein Motiv, dem früheren Bürgermeister auf die Landesebene nachfolgen zu wollen. Voraussetzung dafür ist ein grünes Grundmandat in Innsbruck. Die erforderlichen 15,3 Prozent sind nach 13,6 Prozent (Landtag 99) und 19,2 Prozent (Nationalrat 02) nicht unrealistisch. Schwarzl sieht sich als Ergänzung und nicht als Konkurrenz zu Spitzenkandidat Georg Willi sowie als Vertreterin eines urbanen Bevölkerungssegments.

Einer, den van Staa selbst vom Gemeinderat in den Landtag nachholen will, ist Rudi Federspiel. Der frühere Tourismusstadtrat und Innsbrucker FP-Obmann war 1998 aus der FPÖ ausgeschlossen worden. Van Staa ließ den parteilosen Federspiel auf Platz sechs der Landesliste reihen - "ein Kampfmandat". Reisebürobesitzer Federspiel könnte als Tourismuslandesrat oder als Abgeordneter und Mann fürs Grobe van Staa entlasten. Zuletzt hatte sich Federspiel mit Law-and-Order-Parolen profiliert, etwa einer Kopfgeldprämie für die Ergreifung von Graffiti-Sprayern. Dem STANDARD erklärt er, dass er mit van Staa vereinbart habe, ihm in den nächsten fünf Jahren "zur Verfügung zu stehen". Derzeit fungiere er als dessen Tourismusberater.

5,7 Prozent LiF-Stimmen und vermutlich mehr als die Hälfte der FP-Stimmen (1999 20,5 Prozent) werden am Sonntag in Innsbruck zu ÖVP, SPÖ oder Grünen wandern. (hs/DER STANDARD, Printausgabe, 25. 9.2003)

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