Straßenblockaden in Linz

26. September 2003, 18:38
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Wahlkampf in der Endphase: SP-nahe Gewerkschafter legen Frühverkehr in Kinz lahm

Linz - Auch sechs Tage nach der ÖIAG-Entscheidung schlägt die Debatte über die Voest-Privatisierung im Land ob der Enns hohe Wellen. Am Mittwoch waren bereits in den frühen Morgenstunden gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen in Linz angesagt.

Protestaktionen der Gewerkschaften von Bahn-, Post-und Fernmeldebediensteten sowie bereits streikerprobte Voestler blockierten drei der vier Donaubrücken, was zu einem frühmorgendlichen Verkehrschaos führte.

Heftige Reaktionen löste der Protest auf landespolitischer Ebene aus: ÖVP-Landesparteisekretär Michael Strugl warf der SPÖ vor, einen "Wahlkampf auf dem Rücken der Wähler" zu führen. FPÖ-Spitzenkandidat Günther Steinkellner sprach vom "Schaden für die Arbeitnehmer und die Umwelt". Der ÖAAB stellte in einer Aussendung fest, "die SPÖ missbrauche den ÖGB und die Arbeiterkammer".

Während man auf der Straße die Wahl hatte, entweder zu stauen oder zu protestieren, liefen in den Parteizentralen von Grünen und FPÖ die Vorbereitungen zu den abendlichen Wahlkampfabschlussveranstaltungen. Die oberösterreichischen Grünen wählten für ihr Finale mit Spitzenkandidat Rudi Anschober den Festsaal im Neuen Rathaus. Die oberösterreichische FPÖ sicherte sich für ihren Abschluss in einem Bierzelt am Jahrmarkt in Linz-Urfahr die Unterstützung von Vizekanzler Herbert Haupt und dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. (DER STANDARD, Printausgabe, 20./21. 9.2003)

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