Quelle-Versand will mehr Autos vermitteln

6. Oktober 2003, 20:11
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Der Bolide aus dem Prospekt ist "nicht nur eine Einmalaktion"

Das neue Feindbild der deutschsprachigen Autohändlerwelt heißt Quelle AG, der Versandhandelsriese aus Fürth. "Lächerliche Propaganda, die bringen sich mit den Autog'schichteln dauernd ins Gespräch", grantelte der Sprecher der heimischen Zunft, der Wiener Honda- und Suzuki-Händler Heinz Havelka. Quelle bietet über seine Webpage und in Prospekten neue bis fast neue Autos mit 22 Prozent Rabatt auf den Listenpreis an. Vorerst nur in Deutschland.

"Wir haben in drei Monaten knapp 200 Autos vermittelt", so Quelle-Sprecher Erich Jefke auf STANDARD-Anfrage, "vermittelt, nicht verkauft." Abwicklungspartner ist das Unternehmen Carplus. Aus Österreich seien Anfragen gekommen, aber für die Kunden sei es "zu kompliziert" gewesen, sich in Deutschland die Wagen abzuholen. Jefke bestätigt Aussagen von Quelle-Österreich-Chef Peter Wahle, der von Überlegungen gesprochen hat, dieses Angebot auch nach Österreich zu übertragen. Doch ein Zeitpunkt sei offen, da noch kein Partner - analog zu Carplus - gefunden wurde.

Jedenfalls will die Quelle AG ab 2005 rund 300 Autos pro Monat vermitteln. "Das war keine Einmalaktion, sondern eine strategische Entscheidung."

Neuester Renner ist der VW Golf V, seit eineinhalb Wochen im Angebot als Viertürer und 105-PS-Turbodieselmotor, mit einem Preisabschlag von zehn Prozent. Dieser ist der erste Neuwagen bei Quelle, die anderen waren so genannte Tageszulassungen (Vorführwagen und Ahnliches). Quelle respektive Partner Carplus vermittelt quasi die Kunden an deutsche VW- Händler, diese bekommen gebündelt den entsprechenden Rabatt. Quelle erwartet heuer 150 Golf-Bestellungen. (szem/DER STANDARD Print-Ausgabe, 26.9.2003)

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