Jenseits eines "Kifferparadieses"

25. September 2003, 22:09
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Tessiner Behörden haben sämtliche Hanfgeschäfte geschlossen

Lugano - Der Schweizer Kanton Tessin ist kein Kifferparadies mehr: In den vergangenen sechs Monaten haben die Behörden insgesamt 75 Hanfgeschäfte geschlossen - und damit gibt es keinen einzigen Shop mehr im Tessin, in dem Drogenhanf verkauft wird. Im Zuge von Razzien beschlagnahmte die Exekutive 194.000 Hanfpflanzen, 4.200 Kilo Marihuana, zehn Kilo Haschisch sowie rund vier Millionen Franken (2,58 Mill. Euro) Bargeld.

Die Südschweiz hatte in der zweiten Hälfte der Neunziger einen Hanfboom sondergleichen erlebt. 1996 wurde das erste Hanfgeschäft eröffnet, zwei Jahre später gab es bereits 30 Shops. Ende 2002 wurde die Rekordzahl von 75 Hanfgeschäften gezählt. Die Kundschaft bestand zu einem großen Teil aus Italienern. In der Lombardei geriet das Tessin in den Ruf eines "Kiffermekkas". (APA)

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