Telefónica-Chef Alierta nimmt im Konzern alle Fäden in die Hand

2. Oktober 2003, 10:33
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Konzernpräsident bündelt Kompetenzen

Der Präsident des Telekom-Konzerns Telefónica, César Alierta, hat beim größten spanischen Unternehmen alle Fäden in die Hand genommen. Wie der Konzern am Mittwoch in Madrid mitteilte, schafft Telefónica das Amt des geschäftsführenden Vorstandsmitglieds ab. Dessen Aufgaben übernimmt Alierta im Rahmen einer Neuordnung der Unternehmensführung mit. Der bisherige Inhaber des Postens, Fernando Abril-Martorell, wird künftig als Berater des Konzernchefs tätig sein.

Rekordverlust

Der 58-jährige Alierta leitet eine Sanierung des Konzerns, der sich unter dem "Glamour-Präsidenten" Juan Villalonga mit seiner rasanten weltweiten Expansion übernommen hatte. Im vorigen Jahr verzeichnete die Telefónica-Gruppe einen Rekordverlust von 5,6 Mrd. Euro. In den kommenden fünf Jahren will Telefónica innerhalb Spaniens 15.000 Arbeitsplätze abbauen und damit die Zahl der Beschäftigten um über ein Drittel senken.(APA/dpa)

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