Keine "Tier"-Versuche mehr mit unseren nächsten Verwandten

1. Oktober 2003, 12:01
10 Postings

Bürgerinitiative sucht Unterstützung im Kampf für Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans

Wien - Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans - an diesen Großen Menschenaffen soll künftig nicht mehr experimentiert werden dürfen. Eine entsprechende Parlamentarische Bürgerinitiative hat der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) gestartet und sucht dafür die 500 notwendigen Unterstützungserklärungen. Zudem soll eine Petition an das EU-Parlament übermittelt werden, so IBT-Präsidentin Gerda Matias.

Die Forderung der TierversuchsgegnerInnen stützt sich auf die Erkenntnisse der modernen Verhaltensforschung, wonach die aufgeführten Affen dem Menschen sehr ähneln würden. Sie verfügten über ein reiches Gefühlsleben, hätten Sinn für Humor und wären u.a. zu gewissen kulturellen Leistungen befähigt. Erst unlängst hatten Biologen außerdem wieder für Aufsehen gesorgt, indem sie erklärten, dasss Schimpansen und Bonobos eher der Gattung "Homo", also der unseren, als den Pongiden zuzuordnen seien.

Versuchsstopp

Staaten wie Neuseeland, Großbritannien, die Niederlande und Schweden haben laut IBT die Konsequenzen gezogen und das Verbot von Tierversuchen an den Großen Menschenaffen gesetzlich verankert.

Die Parlamentarische Bürgerinitiative muss von mindestens 500 wahlberechtigten österreichischen Staatsbürgern unterstützt werden und wird - nach Erfüllen aller Voraussetzungen - dem Nationalratsausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen zur Behandlung zugewiesen. (APA/red)

Internationaler Bund der Tierversuchsgegner

"Nenn mich einen Menschen"
US-Biologen zählen Schimpansen und Bonobos nach DNA-Analyse nicht mehr zu den Menschenaffen, sondern zur Gattung Homo
  • Bild nicht mehr verfügbar

    Bonobos: Die kleineren und friedlicheren Vettern der Schimpansen

Share if you care.