US-Gericht stimmt Vergleich zwischen Lucent und Aktionären zu

2. Oktober 2003, 10:33
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568 Millionen Dollar Vergleichssumme

Ein US-Gericht hat dem Vergleich zwischen der Lucent Technologies Inc, Murray Hill, und Aktionären vorläufig zugestimmt. Wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte, werden die Kläger bis zum 7. Oktober schriftlich informiert. Sie hätten dann bis zum 31. März Zeit, ihre Ansprüche auf einen Teil der Vergleichssumme von 568 Mio. Dollar (495 Mio. Euro) geltend zu machen. Insgesamt hatten 54 Aktionäre Lucent vorgeworfen, ihr Wachstum während des Telekom-Booms durch Finanzbetrug manipuliert zu haben. Nach Einschätzung des "Wall Street Journal" hat die Einigung Lucent vor dem Konkurs bewahrt, weil das Unternehmen einen Prozess sicher verloren hätte.

Einigung schon im März

Lucent hatte sich schon am 27. März mit den Aktionären geeinigt, wobei das Unternehmen ein Fehlverhalten dementierte. Demnach muss Lucent den Aktionären 315 Mio. Dollar in bar und in Aktien zahlen. Weitere 100 Mio. Dollar werden in Warrants gezahlt. Fünf Mio. Dollar müssen für administrative Kosten im Zusammenhang mit den Klagen aufgebracht werden. Die Versicherungen von Lucent haben sich bereit erklärt, 148 Mio. Dollar zu zahlen. Lucent hatte im zweiten Quartal wegen der Klage außerordentliche Posten von 415 Mio. Dollar ausgewiesen.(APA/vwd)

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