SPÖ setzt auf die Voest

25. September 2003, 18:49
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Erich Haider verlangt Prüfung der Aktienvergabe

Wien/Linz - Die Voest-Debatte schlägt neue Wellen, auf Bundes- und auf Landesebene. Vize-Landeshauptmann Franz Hiesl (VP) erklärte am Dienstag, die SP missbrauche die Voest im Wahlkampf und betreibe Stimmenfang durch "Angstparolen". SP-Landeschef Erich Haider hatte zuvor die Überprüfung der Aktienzuteilung durch die Finanzmarktaufsicht gefordert.

SP-Chef Alfred Gusenbauer verlangte einen Untersuchungsausschuss, da eine Totalprivatisierung keinen Verlust von Hunderten Millionen Euro nach sich ziehen dürfe. Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (VP) meinte am Dienstag, die Forderung Gusenbauers sei "absurd", schließlich habe Gusenbauer die Vollprivatisierung noch vor Jahresfrist akzeptiert. Grünen-Bundessprecher Alexander Van der Bellen hätte die Privatisierung überhaupt aufgeschoben, um eine bessere Situation an der Börse abzuwarten. Eine "österreichische Grundeigentümerschaft" gebe es zwar, was dann sei, wisse aber niemand. (APA, maga/DER STANDARD, Printausgabe, 24.9.2003)

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