VW will vorerst nicht gegen Quelle-Golf vorgehen

1. Oktober 2003, 11:04
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Vermittler dürfen von Händlern gekaufte Autos anbieten

Europas größter Autokonzern Volkswagen will vorerst keine rechtlichen Schritte gegen das Versandhaus Quelle wegen des Verkaufs des Golf V einleiten. Vier Wochen vor der Markteinführung verzeichnet VW nach Worten von Vertriebschef Detlef Wittig eine lebhafte Nachfrage nach der neuen Version des VW-Hauptmodells.

"Es stellt sich nicht die Frage"

"Es stellt sich nicht die Frage, gegen jemanden vorzugehen", sagte Wittig am Montagabend am Rande der Fahrpräsentation des Golf V in Wolfsburg zu der Bestellaktion des neuen Golf mit einem zehnprozentigen Rabatt über Quelle.

Keine Autos an nicht autorisierte Händler

Nach geltenden Wettbewerbsregeln der EU, könnten so genannte Europa-Vermittler Autos von VW-Händlern anbieten. Dagegen könne man nicht einschreiten, sagte Wittig. Allerdings beliefere Volkswagen keine Autos an nicht autorisierte Händler, fügte er hinzu. Quelle bietet das neue Golf-Modell seit einer Woche im Internet mit einem zehnprozentigen Rabatt über seinen Partner Carplus an, der dabei als Vermittler auftritt. Nach Angaben von Quelle-Sprecher Erich Jeske wurden bislang mindestens 100 Golf-Modelle über diesen Weg bestellt. VW hatte nach Bekanntwerden der Aktion angekündigt, dies juristisch prüfen zu wollen und rechtliche Schritte nicht ausgeschlossen. In Österreich wird der Quelle-Golf nicht angeboten.(APA/Reuters)

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