Der "Messias" von Händel für einen Tag auf dem Index

7. Oktober 2003, 11:31
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Wegen technischem Fehler auf Online-Musikdienst von Apple mit dem roten Warnhinweis "explicit" versehen

Der "Messias" von Georg Friedrich Händel hat doch etwas gemeinsam mit der Musik von Rappern wie Eminem: Der Online-Musikdienst von Apple versah sie gleichermaßen mit dem roten Warnhinweis "explicit". Dieser weist darauf hin, dass der Inhalt der Texte nicht für Kinder oder besonders empfindsame Personen geeignet ist. Der "Messias" behandelt zwar Fragen von Liebe, Gewalt und Tod sogar in einer grundsätzlicheren Art und Weise als heutige Musiker in ihren Texten, tatsächlich handelte es sich bei dem Warnhinweis aber nur um ein technisches Versehen.

"Es war irgendein Fehler"

Der Hinweis betraf eine Aufnahme des "Messias" von Händel mit dem London Philharmonic Orchestra unter John Alldis, die seit Dienstag vergangener Woche in dem nur in den USA und nur für Macintosh-Nutzer zugänglichen iTunes Music Store von Apple angeboten wird. Der Hinweis war auch schon am Abend des Tages wieder verschwunden. "Es war irgendein Fehler", sagte Apple-Sprecherin Lara Vacante. Techniker versuchten zu klären, woran es gelegen habe.

Wenig klassische Musik

Von diesem Lapsus abgesehen, gab es schon früher Kritik an der Vertretung klassischer Musik im iTunes Music Store. So wurde dem Download-Angebot vorgehalten, zu wenig klassische Musik und Opern im Angebot zu haben. Zudem seien die Texte zu den angebotenen Stücke zu spärlich, oft sei es schwierig festzustellen, wer der Dirigent oder der Solist sei. Apple hat auf diese Kritik reagiert und eigene Rubriken für Alte Musik, Barock, Romantik und Moderne sowie eine Kategorie Oper eingeführt.(APA/AP)

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