Voest-Aktienzuteilung: Landes-SPÖ schaltet Finanzmarktaufsicht ein

25. September 2003, 16:16
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Oberösterreichs Landesparteichef Erich Haider will wissen, warum die Landesunternehmen leer ausgingen

Linz - Oberösterreichs SPÖ-Chef Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider hat jetzt seine Ankündigung wahr gemacht und im Zusammenhang mit dem Verkauf der voestalpine-Aktien durch die ÖIAG die Finanzmarktaufsicht eingeschaltet. Dies gab Haider am Mittwoch in einer Aussendung bekannt.

Haider: "Die Willkür bei der Aktienzuteilung im Rahmen des Abverkaufs der voestalpine durch die ÖIAG kann ich als für Oberösterreich verantwortlicher Politiker nicht akzeptieren". Die Vorgangsweise der ÖIAG sei "umso unverständlicher", so Haider, "als die TMG neben dem Bestpreisangebot schon vom Unternehmensgegenstand her, als Technologiemanager und Standortentwicklungsagentur für Oberösterreich, geradezu für solche Beteiligungen prädestiniert ist und wohl wie niemand anderer den Anforderungen des Privatisierungsauftrages der Bundesregierung entspricht".

Bekanntlich hatten sich die vier oberösterreichischen Landtagsparteien darauf geeinigt, dass die mehrheitlich dem Land gehörende Technologie- und Marketinggesellschaft TMG bis zu 15 Prozent oder 15 Prozent der voestalpine-Aktien übernehmen soll. Bei der Zuteilung der Aktienpakete ging die TMG aber dann leer aus.

Ebenso unerklärlich sei, dass auch die Energie AG Oberösterreich und die Linz AG bei der Aktien-Zuteilung nicht zum Zug gekommen seien, "weil sie sicherlich keine strategischen Investoren darstellen, zumal ihr Kerngeschäft nicht im entferntesten im Bereich der Stahlerzeugung liegt" (Haider). (APA)

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