Wer suchet, der kaufe

3. Oktober 2003, 10:47
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Online-Shopping-Dienste werden bei Yahoo um Vergleichsparameter erweitert

Yahoo baut sein Service im Bereich Online-Shopping aus und bietet ab heute, Dienstag, Surfern zusätzliche Tools, die einen besseren Vergleich der angebotenen Produkte ermöglichen sollen. Der Online-Vergleich ist ein relativ neues Geschäftsmodell und soll Kriterien wie Marke, Preis, Features oder Konsumentenbeurteilungen umfassen. Vorerst soll das neue Tool bei Erzeugnissen wie elektronischen Geräten, Babyprodukten und Musik-CDs zur Anwendung kommen, berichtet das Wall Street Journal.

Problematik

Mit der Ausweitung des Services möchte Yahoo aus "Suchern" vermehrt "Käufer" machen. Denn der Online-Gigant kämpft mit dem Problem, dass die Konsumenten seine Shopping-Seiten vor allem wegen der Information aufsuchen, die Produkte dann aber in Geschäften kaufen. Mit den neuen Tools will Yahoo-Chef Terry Semel den Anbietern und Werbetreibenden auf seinen Shopping-Sites mehr Kundschaft liefern, um so im Gegenzug die Preise für Werbung erhöhen zu können. Bisher tummeln sich auf dem Feld des "Online-Comparison-Shoppings" vor allem kleinere Anbieter wie DealTime.com, mySimon, BizRate und PriceGrabber.

Erweiterung

Darüber hinaus möchte Yahoo sein Geschäftsmodell auch bei den Einnahmen erweitern. Bisher lukriert der Online-Riese den Großteil seines Shopping-Umsatzes aus Verkaufsprovisionen der Anbieter. In Zukunft will Yahoo auch Paid-Search-Services anbieten, d.h. Anbieter werden dafür bezahlen können, um bei entsprechenden Suchabfragen in der Trefferliste aufzuscheinen. Das Programm umfasst vorerst 37 Kategorien wie Kleidung, Blumen, Geschenke und Schmuck. Firmen, die bei den Suchlisten aufscheinen wollen, werden dabei je nach Kategorie pro Klick eines Users zwischen 15 Cent und einem Dollar zahlen müssen. (pte)

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