Bill Gates kann auch Konkurrenzprodukte akzeptieren

1. Oktober 2003, 18:42
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"Ich kann nicht glauben, dass ich so etwas gesagt habe"

Es kommt nicht oft vor, dass Microsoft-Gründer Bill Gates mit dem freien Betriebssystem Linux, dem Browser Netscape oder freier Software in Verbindung gebracht wird. In New York bekundete er jetzt sogar gleich allen Dreien seine Zustimmung. Gates nahm zusammen mit IBM-Vizepräsident Steve Mills an einem technischen Briefing in Manhattan teil, bei dem beide für so genannte Web-Services warben, also Programme, die Transaktionen im Internet beschleunigen.

"Standards sind immer eine Sache von Geben und Nehmen"

Gates und Mills erklärten, ihre beiden Firmen hätten in den vergangenen drei Jahren Programme entwickelt, mit denen die Transaktionen auf jedem Rechner abgewickelt werden könnten, ob er nun mit Windows von Microsoft, WebSphere von IBM oder Linux laufe. "Wir sind so umfassend wie möglich", sagte Gates. "Das ist ein Werkstoff, mit dem man E-Business betreiben kann und der unabhängig vom Betriebssystem ist." Mills erklärte, beide Firmen hätten sich zur gemeinsamen Entwicklung neuer Standards entschlossen, auch wenn andere davon profitieren könnten. "Standards sind immer eine Sache von Geben und Nehmen".

"Ich kann nicht glauben, dass ich so etwas gesagt habe"

Gates erläuterte, diese Standards seien frei von Lizenzgebühren. Diese Bemerkung zog dann doch die Frage nach sich, ob dies eine Abkehr vom Lizenzmodell seiner Firma bedeute. "Ich kann nicht glauben, dass ich so etwas gesagt habe", scherzte Gates.

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