Van der Bellen nach Dickdarm-Operation aus Krankenhaus entlassen

24. September 2003, 16:40
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Grünen-Chef braucht noch zwei bis drei Wochen Erholung, danach "voller Einstieg in die Politik"

Linz - Der Grüne Bundessprecher Alexander van der Bellen hat nach seiner Dickdarmoperation das Allgemeine Krankenhaus in Linz am Dienstag wieder verlassen können. "Es geht mir jeden Tag besser", sagte er. In die Politik will er aber erst nach zwei oder drei Wochen Erholung bei Verwandten zurückkehren. Auch die Wahl kämpfenden Grünen in Oberösterreich und Tirol können in den letzten Tagen vor dem Urnengang daher nicht mit seiner Unterstützung rechnen, wobei er in beiden Bundesländern "absolut" mit Wahlsiegen rechne.

Voller Einstieg

Van der Bellen war zuerst am Mittwoch vor drei Wochen wegen einer entzündlichen Ausbuchtung am Dickdarm operiert worden, einer Erkrankung, die nach Angaben des behandelnden Arztes bei rund 20 Prozent der Über-55-Jährigen auftritt. Vor zwei Wochen war dann wegen einer Entzündung im Bereich der Bauchdecke - vermutlich als Folge des ersten Eingriffes - eine weitere Operation nötig. Ausdrücklichen Dank des "Professors", der vom oberösterreichischen Spitzenkandidaten Rudi Anschober abgeholt wurde, gab es bei der Entlassung für das gesamte Pflegepersonal, von den Schwestern bis zu den Ärzten. Nach seiner Erholung werde er dann wieder voll in die Politik einsteigen.

Von der Politik hat Van der Bellen wegen seiner Erkrankung zum Höhepunkt der Landtagswahlkämpfe eine Auszeit nehmen müssen. Auch die Klubklausur seiner Parlamentsfraktion in der Vorwoche in Linz musste er auslassen. Ganz abstinent war er freilich nicht, wie er einräumte: "Ein bissel bleibt man schon dran", meinte er.

Zuversicht

Für die Landtagswahlen etwa ist er sehr zuversichtlich: "Sowohl der Rudi Anschober als auch der Georg Willi (Grüner Spitzenkandidat in Tirol, Anm.) haben sich ihren Wahlsieg redlich verdient." (APA)

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