Geht Milosevic das Geld aus?

24. September 2003, 13:23
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Erstmals ohne serbische Rechtsberater in Den Haag, weil Honorare nicht bezahlt wurden - Keine Verhandlung diese Woche

Belgrad - Der ehemalige jugoslawische Staatschef Slobodan Milosevic, der sich seit Juni 2001 im Gefängnis des Haager UNO-Kriegsverbrechertribunals befindet, dürfte sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden. Wie der Belgrader Sender "B-92" am Dienstag unter Berufung auf Kreise in der Sozialistischen Partei Serbiens (SPS) von Milosevic meldete, sei wegen unbezahlter Honorare zum ersten Mal seit Beginn des Prozesses gegen Milosevic im Februar des Vorjahres keiner seiner serbischen Rechtsberater in Den Haag.

Wegen erneuter gesundheitlicher Probleme von Milosevic wird es diese Woche vor dem Haager Tribunal keine Verhandlung geben.

Milosevic soll hinter Mord an Expräsident Stambolic stehen

Der serbische Spezialstaatsanwalt für Bekämpfung der Organisierten Kriminalität, Jovan Prijic, hat am Dienstagabend Anklage gegen den früheren jugoslawischen Staatschef Slobodan Milosevic und vier seiner einstigen Mitarbeiter erhoben. Es geht um den Mord am früheren serbischen Präsidenten Ivan Stambolic im August 2000 und den Attentatsversuch auf den Oppositionsführer Vuk Draskovic im Juni desselben Jahres, teilte die Staatsanwaltschaft Medienberichten zufolge in einer Aussendung mit.

Anklage sei auch gegen den damaligen Chef der Geheimpolizei Rade Markovic, den Kommandanten der Spezialpolizeieinheit "Rote Barette" Milorad Ulemek (gegenwärtig Lukovic) "Legija", den früheren jugoslawischen Generalstabchef Nebojsa Pavkovic sowie einstigen Spitzenfunktionär der Geheimpolizei Milorad Bracanovic erhoben, hieß es.(APA)

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B-92

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    Milosevic plagen offenbar finanzielle Sorgen

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